Aug
12
2009
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Sagittarius 1

Sagitarrius 1

Sagitarrius 1

Herausgeber: Klaus N. Frick, Rosenweg 3, 7290 Freudenstadt, Schwarzwald
Auflage: 100 Exemplare, Erscheinungstermin Februar 1980
Layout: Klaus N. Frick
Redaktion: Andrea Frick, Rainer Lernhardt, Gunter Lösel und Stefan Schmid

Als dieses Fanzine im Februar 1980 erschien, ahnte sicher keiner der Leser, da dieses Fanzine nur ein paar Jahre später (1986) schon als Magazin Kiosk erhältlich sein würde. Und wenn man sich die Nummer 1 ansieht, muss man zugeben, dass es auch keinen Grund gab, mit solch einer Entwicklung zu rechnen.
Klaus N. Frick schreibt im Vorwort: »Erst mal herzlichen Glückwunsch, dass Ihr SAGITTARIUS 1 gekauft habt. Ich hoffe, dass Ihr das nicht bereut. Wir versuchen mit SAGITTARIUS ein Fanzine aufzubauen, das sich mit Science Fiction, Fantasy und etwas Comic beschäftigen soll, wobei ein ausgewogenes Verhältnis zwischen talentierten Unbekannten und „alten Fandom-Hasen“ existieren wird.« Bei den Mitarbeitern finden sich durchaus bekannte Namen, so Manfred Borchard und Armin Möhle.

SAGITARRIUS 1 besteht aus Kurzgeschichten (darunter auch der Auftakt zu einem Mehrteiler von Klaus selbst), es gibt Gedichte wechselnder Qualität und einige aus heutiger Sicht nicht besonders ansehnliche Illustrationen. »Ebenso brauchen wir natürlich auch Artikel, von denen in S1 leider keine drin sind.«

Über die Kurzgeschichten braucht man nicht viele Worte verlieren. Über das Layout allerdings auch nicht. Besserung gab es hier bei SAGITTARIUS erst, als Günther Freunek sich mit Feuereifer dem Aussehen des Fanzines und später des Magazins widmete.

Klaus sagte in einem Interview im Oktober 1999 zur Geschichte von SAGITARRIUS folgendes: »Unser Perry-Club hat sich so schnell aufgelöst, wie er sich gegründet hatte. Irgendwann blieb ich allein übrig, und begann mit einem Fanzine namens SAGITTARIUS. Das war im Herbst 79, da hatte ich bereits einige Kontakte, einer der ersten Kontakte war ein gewisser Armin Möhle beispielsweise, der auch heute noch im Fandom aktiv ist…
Mich hat damals nach dem Abdruck der Kontaktadresse auch Peter Börnsen angeschrieben, und der Ulrich Hermann, der damals das Fanzine SOLIS ORBITA gemacht hat. Und das war das erste Fanzine, welches im Sommer 79 Geschichten von mir gedruckt hat. Und THEREN natürlich von Gerhard Börnsen – bevor wir uns verkracht haben.
Wie auch immer: Ich kam eben auf die Idee SAGITTARIUS zu machen. Damit fing ich dann Ende 79 an. Das erste SAGITTARIUS erschien im Februar 80. Also eine typische Fan-Karriere.
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Aug
03
2009
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Fandhome Wheekly -3

Fandhome Wheekly -3

Fandhome Wheekly -3

Herausgeber: Willmar Plewka und Joachim Henke
Umfang: 4 Seiten
Redaktion: Willmar Plewka, Drosselweg 13, 8750 Aschaffenburg 7, Graphische Gestaltung: Thagnar Lundqvist
Einzelexemplar: DM 0,60

Am 1. Januar 1981 startete der Aschaffenburger Fan Willmar Plewka ein Experiment: er wollte zusammen mit Joachim Henke wöchentlich ein Fanzine herausgeben.
»Mancher wird sich gewundert haben, dass dies die Ausgabe -3 von FANDOME WHEEKLY ist. Grund dafür ist, dass wir erst einmal mit vier Probenummern testen wollen, ob sich das Vorhaben „wöchentliches Fanzine“ rentiert.«  Vorbild war ein anderes wöchentliche Fanzine, das in Schweden erschien und u.a. von Ahrvid Engholm produziert wurde: VHECKANS ÄVFENTYR.
Vier Seiten umfasst das im Spiritcarbon-Umdruck erstellte Fanzine. Willmar Plewka war damals im Umdruck noch relativ ungeübt, doch das sollte sich in den folgenden Monaten bald legen. Sonderlich aktuell waren die News damals nicht: so werden die HUGO-Preisträger des Jahres 1980 aufgeführt, die Verleihung lag da aber bereits vier Monate zurück! Aber auch Fandom-Neuigkeiten sind hier nachzulesen, die auch eher belanglos erscheinen: »Wolf von Witting leistet ab 7. Januar 1981 seinen Wehrdienst in Waxholm ab. (…) Joachim Henke und Jörg Litschke sind mit den Mitgliedsnummer 2845 und 2853 in den SFCD aufgenommen worden.«
Da Willmar Plewka schon in seinem Vorwort einen bunten gemischten Inhalt versprochen hatte, findet sich in dieser Probeausgabe auch eine »Rezi«, genauer gesagt eine Filmkritik. »La Planète Sauvage« (»Der Wilde Planet«) stammt zwar aus dem Jahr 1973 aber diese französisch-tschechoslowakische Koproduktion ist auch heute noch eine Art vergessenes Meisterwerk.

Am 22. Januar 1981 folgte dieser Ausgabe eine Nullnummer von Fandhome Wheekly. Eigentlich sollte Joachim Henke die Ausgaben -2 und -1 erstellen, doch da dessen Umdrucker seinen Geist aufgab, beschloss Willmar Plewka das Wagnis Fandhome Wheekly vorerst allein einzugehen. In kürzester Zeit wurde FW, wie es abgekürzt wurde, zu einem wichtigen Bestandteil der Fandomkommunikation. Als Willmar Plewka langsam die Lust verlor, übernahm u.a. Hans Mader die Herausgabe, aber es fanden sich auch viele Gastredakteure (u.a. Carsten Scheibe, Klaus Marion, Michael Haitel, u.a.), die bereit waren eine Ausgabe zusammenzustellen. Wie viele Ausgaben letztlich wirklich erschienen, ist schwer zu sagen. Die letzte Ausgabe in meiner Sammlung ist die Nr. 185 vom 10. Mai 1985 – erstellt wurde sie von Michael Haitel.

Wenn man von Fandhome Wheekly spricht, erscheint es logisch zumindest FAW ebenfalls kurz zu erwähnen. Am 1. September 1990 startete der Augsburger Fan Bernhard Kübler, nachdem er kurz zuvor den Umdrucker des SFC Thunderbolt nach Bayern geholt hatte, Fandom-A-Week. Dieser zweite Versuch eines wöchentlichen Fanzines, schaffte mehr als 200 Ausgaben (eine genaue Zahl ist ebenfalls schwer zu benennen). Die meisten Ausgaben davon gehen allerdings auf mein Konto, aber das ist eine ganz andere Geschichte… (der Umdrucker steht übrigens noch neben mir, wird allerdings demnächst in die Sammlung des Deutschen Museums aufgenommen, so wie es einem solch wichtigen Fandomrelikt gebührt!)

Wer jetzt Lust bekommen hat, einen Blick auf die erste Ausgabe von Fandhome Wheekly zu werfen, der kann sich das Fanzine als PDF auf der Website des Fanzinerückblicks ansehen: Fandhome Wheekly -3
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